Tourismusförderung

Die Flüsse Ennepe und Ruhr, die sich hier durch zumeist bewaldetes Hügelland ziehen, waren im vorletzten Jahrhundert Geburtshelfer für die vielen Produktionsstätten, die sich entlang der Flüsse entwickelten. Ihre Wasserkraft spendete Energie für Gießereien, Hammerwerke, Eisen- und Metallbetriebe und Stahlwerke. Das verarbeitete Eisenerz stammte dabei ebenso von hier wie die Kohle, deren Ruhrgebiets-Anfänge in den Hügeln von Sprockhövel, Wetter (Ruhr) und Witten lagen. Aus den kleinen Produktionsstätten wurden erwachsene Industriebetriebe, oftmals weltweit agierende ‚global player‘ oder gar Weltmarktführer. Firmennamen wie ABUS (Wetter/Ruhr), DORMA (Ennepetal), DÖRKEN (Herdecke), J.D. Neuhaus (Witten) oder SPAX (Ennepetal) haben überall einen guten Klang. Das Flusswasser spendete jedoch nicht nur Energie – die Ruhr war einst auch ein stark von diesen Industrien genutzter Transportweg.

Lieblingsziele für Freizeit und Erholung

Doch das Gesicht der beiden Flüsse hat sich im Zuge des Strukturwandels völlig verändert. Industriegüter werden schon lange nicht mehr über die Ruhr verschifft. Heute sind es Paddler, Kanuten oder Personenschiffe, die die diesen Fluss oder dessen Stauseen Hengsteysee, Harkortsee und Kemnader See befahren. Weiter südlich sind es der Beyenburger Stausee, die Heilenbecker Talsperre, die Ennepetalsperre und die Hasper Talsperre, die viele Erholung Suchenden anlocken. Und an der Glörtalsperre liegt das weit und breit beliebteste Natur-Strandbad. Doch nicht nur auf und im Wasser findet man Gäste aus weitem Umkreis – im Gegenteil, grade am Wasser findet man die Outdoor-Freaks. Da gibt es die Wanderer, die es eher ruhig lieben an der Ennepe und den Talsperren des Südens und es gibt die sportlich aktiven, die eher im Norden an der Ruhr und den dortigen Seen zu finden sind.

Im Ruhrtal hat die Region Ennepe-Ruhr dann so richtig was auf der Pfanne: Der mit vier Sternen ausgezeichnete RuhrtalRadweg (= ADFC-Qualitätsradroute) ist das fahrradtouristische Leitprojekt in NRW und mit 150.000 Übernachtungen und 1 Mio. Tagesgästen im Jahr ein echter touristischer Leuchtturm. Hinzu kommt für die ganz Sportlichen die neue rd. 10 km lange speziell ausgebaute Skater-Strecke RUHR-IN-LINE rund um den Kemnader See oder die historische Ruhrtalbahn, auf der nostalgische Schienenbusse („Teckel“) und Dampflok betriebene Züge zwischen Bochum und Hagen verkehren.

Am Wege dieser Trasse liegen gleich drei bedeutende Ankerpunkte der Route der Industriekultur: Eines der größten Eisenbahnmuseen in Deutschland in Bochum-Dahlhausen und die Westfälischen Industriemuseen Henrichshütte in Hattingen und Zeche Nachtigall in Witten. Insgesamt ein Pfund, mit dem man nicht nur bei auswärtigen Besuchern punkten kann.
Die Stärkung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft seitens der Agentur erfolgt durch Initiierung und Begleitung der Verbesserung touristischer Infrastruktur, der Förderung privater Leistungsträger, der Entwicklung touristischer Angebote und der Vermarktung der Region.

Näheres finden Sie unter www.en-tourismus.de.